Eschweiler, 14.03.2023

Weiße Flecken-Förderprojekt in Eschweiler abgeschlossen

• 136 Glasfaser-Hausanschlüsse für unterversorgte Adressen in Eschweiler realisiert
• Darunter elf Schulen, in denen der Grundstein für eine umfassende Digitalisierung gelegt werden konnte
• Projektkosten bei Fertigstellung weit geringer als geplant

Die Baumaßnahmen im Förderprojekt „Weiße Flecken Eschweiler“ sind beendet.  Aus der Gebäudeliste mit allen förderfähigen Adressen wurde der Glasfasergebäudeanschluss bei über 80 Prozent realisiert. Hierfür wurden sogenannte Gebäudeeinverständniserklärungen (GEE) eingeholt, mit denen Eigentümer dem Telekommunikationsunternehmen gestatten das Grundstück zu betreten und erforderliche Bauarbeiten durchzuführen. In den 136 realisierten Gebäudeanschlüssen sind insgesamt knapp 200 Wohneinheiten und 11 Schulen vertreten. Die Haushalte erhalten eine asymmetrische Breitbandverbindung von 1000 Mbit/s im Download, für die Schulen werden 1000 Mbit/s symmetrisch bereitgestellt. Finanziert wird der Förderausbau aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Kommune.

Das „Weiße Flecken“-Förderprojekt umfasst zahlreiche Standorte und Adressen, verteilt über das gesamte Eschweiler Stadtgebiet. Im Zuge der Projektplanung wurde die Adressliste für die förderfähigen Gebäude neu angepasst. So waren nach Aktualisierung 166 Adressen in Eschweiler berechtigt am geförderten Breitbandausbau teilzunehmen, wovon sich 136 Gebäudeeigentümer letztendlich für den Glasfasergebäudeanschluss entschieden haben. Die restlichen Adressen wurden „homes passed“ realisiert, also kein Gebäudeanschlüsse verlegt, sondern nur die Hauptleitung an der Straße vorbeigeführt.
Der Anschluss erfolgte grundsätzlich kostenfrei, sofern die Beauftragungsfrist eingehalten wurde. Erst nach Ablauf der Beauftragungsfrist, mit Beginn der Baumaßnahmen, entstehen Kosten für einen nachträglich gewünschten Glasfaseranschluss.

Mit Ausbaukosten von rund 3,7 Millionen Euro konnte NetAachen weit unter der geplanten Fördersumme bleiben. Gegenüber der Planung wurden über zwei Millionen Euro eingespart.

Baumaßnahmen und Netznutzung 

Ursprünglich als „offener Bau“ geplant, wurde aufgrund von Umfang und Bodenbeschaffenheit in vielen Fällen auf die alternative Spülbohrung ausgewichen – Was sich zu Projektabschluss jedoch als äußerst positiv herausstellte, da das geänderte Bauverfahren erheblich zur Kostenreduzierung des Förderprojekts beitragen konnte.

Für das gesamte Förderprojekt wurden 35 Kilometer neue Trasse verlegt, drei Kilometer bereits vorhandene Leerrohre konnten zusätzlich ressourcensparend verwendet werden.

Das neu gebaute Glasfasernetz ist unter „Open Access“-Vorgaben entstanden, sodass sich auch andere Internetanbieter in die Netznutzung einmieten können – Für Kundinnen und Kunden besteht somit kein Anbieterzwang für Internetprodukte über die neue Glasfaserleitung, unabhängig vom ausbauenden Telekommunikationsunternehmen.